26Apr2008
Abgelegt in: Allgemein, Fragen
Autor: Dr. Joachim Simen
In jeder Schule gibt es einen enormen Gesprächsbedarf über offensichtliche und verborgene Themen. Oft bleiben diese unbearbeitet, weil sie heikel und Konflikt beladen sind. Dadurch werden Missverständnisse aufgebaut, Meinungsverschiedenheiten verfestigt und Konflikte können eskalieren. Das kostet für alle Beteiligten viel Zeit, Nerven und auch Geld.
In einer Dialogkonferenz sprechen die Beteiligten nicht mehr übereinander sondern miteinander.
Im Dialog wird gegenseitiges Zuhören wieder möglich, gegenseitiges Verständnis geschaffen und gemeinsam an einvernehmlichen Lösungen gearbeitet. Eine Dialogkonferenz ist immer dann sinnvoll, wenn
- viele Beteiligte (z.B. ein komplettes Lehrerkollegium) den gleichen Wissens- und Entwicklungsstand zu einer anstehenden Entscheidung haben sollen.
- Beteiligte innerhalb oder außerhalb einer Schule (z.B. Schulleitung und Vertreter der Eltern und Schüler) mit unterschiedlicher und eventuell konfliktträchtiger Vergangenheit etwas gemeinsam planen wollen.
- ein komplexes Thema für die gesamte Schule mit langfristigen Zielen und konkreten Maßnahmen entwickelt werden soll.
- es der Zusammenarbeit vieler Personen oder Interessengruppen mit unterschiedlichen Perspektiven bedarf.
- die Leitung einer Schule mit allen beteiligten Gruppen (Lehrerschaft, Eltern, Schüler, Unternehmen etc.) partnerschaftlich zusammenarbeiten und die Zukunft gemeinsam “entdecken” will.
Hinterlasse eine Nachricht